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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Gen Osten

Heute ist es wieder soweit... drei lange Monate nach der Buchung des Tickets geht's heute wieder auf große Reise. Wie im April war das Ziel Indonesien. Doch vor den Flug hatte das Wetter erst einmal einen großen Haufen Schnee gesetzt und dann auch noch die Leuchten der Autobahnmeisterei irgendwo zwischen Ulm und München. Man sollte mich jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich bin den Jungs ja dankbar für den Job, den sie machen. Aber warum haben es die drei Schneepflüge nicht wie andere ihrer Kollegen auf die Reihe bekommen, eben nicht als mobile Straßensperre unterwegs zu sein? Und was ich ebenfalls ganz toll fand, daß mein Navi mir die ganze Zeit eine Umfahrungsroute für einen nicht existenten Stau vorschlug. Schwamm drüber, ich hab's ja dann doch noch gerade so zum Flughafen geschafft. Ab da ging's dann recht entspannt weiter. Der Schalter des Internet-Checkins hatte keine der an den Economy-Class Schaltern üblichen langen Schlangen und somit war der Checkin nach nicht mal 5 Minuten erledigt. Doch die Freude währte nur kurz, denn dann kam ja die allseits beliebte Sicherheitskontrolle. Ganz toll ist es, wenn dann ein übergelaunter Beamter dann nach einer gefühlten Ewigkeit des Anstehens in halb genuscheltem Bayrisch verkündigt, daß man sich an einer anderen Schlange anstellen sollte. Zu schade, daß der nette Herr kein Namensschild trug, ich hätte ihn zu gern als Mitarbeiter dem Monats vorgeschlagen.
Der Flug mit Qatar Airways hingegen verlief wie erwartet. Und selbst für die Economy-Class ist der Service nicht schlecht. Zwar kamen die Flugbegleiter meines Erachtens nicht ganz an die Servicequalität von Singapore Airlines heran, aber sie wsren deutlich besser als anderen Airlines, die deutlich mehr für's Ticket verlangen. Und um Welten besser als diese niederländische Möchtegern-Airline. Das Unterhaltungsprogramm hatte recht bunte Auswahl an Kinofilmen für alle Alterklassen zu bieten. Dazu noch ausgewählte Dokumentationen und Fernsehserien, Spiele und ein klasse Radio-Programm. So vergingen die sechs Stunden Flugzeit nach Doha wirklich wie im Fluge. Da mein Flug einen 13stündigen Aufenthalt in Doha vorsah, hatte ich beschlossen, mir eine Übernachtung in einem günstigen Hotel in Qatar zu gönnen. Die Enreiseformalitäten waren schnell erledigt, Kreditkarte vorgelegt, Beleg über 35 US-$ unterschrieben, Stempel in den Pass und das war's. Dummerweise hatte ich vor dem Verlassen des Terminals versäumt mich schlau zu machen, wo ich denn ein wenig Geld umtauschen könnte oder per Maestro-Karte am Geldautomaten ziehen könnte. So irrte ich ein wenig um den Flughafen herum, bis ich irgendwann auf die Idee kam, einen der vielen Sicherheitsbeamten zu fragen. Und schon wurde mir geholfen. Am Schalter wurden dann aus 50€ etwas über 235 Katar-Riyal. Jetzt fehlte mir eigentlich nur ein Taxi zum Hotel. Dumm nur, daß ich mich zu den wartenden Exekutiv-Taxis begeben hatte. Ok, man fährt nicht jeden Tag im Jaguar und umgerechnet 15 Euro waren den Spaß auch wert...

Sonntag, 23. September 2007

Goodbye Jakarta

Heute ist der übelste Tag des gesamten Rollouts. Erstens weil ich heute Jakarta verlassen muß, zweitens weil ich bereits um 5 Uhr aufstehen muß und drittens weil ich einen sehr, sehr lieben Menschen zurück lassen muß. Ich hätte nicht gedacht, daß Amor sich hin und wieder als Sniper irgendwo versteckt und richtig fies aus dem Hinterhalt einen einzelnen Schuß mit tödlicher Präzison abfeuert. Der Koffer ist bereits seit gestern abend gepackt, die Bauchschmerzen und die Übelkeit haben mich kaum schlafen lassen. Kein Wunder, daß ich deshalb dann beinahe meinen Wecker überhöre. Meine bessere Hälfte sieht so aus, als wäre sie den Tränen nahe. Naja, mir geht's nicht anders... Nach der gemeinsamen Dusche noch schnell die letzten Sachen weggepackt und dann ist es auch schon Zeit, das Taxi ist auf 6 Uhr bestellt. 35 Minuten später bin ich dann am Flughafen. Ich laß mir noch für 25000 Rupiah meinen Koffer in Folie einwickeln, macht ihn noch etwas stabiler und mal eben was rausklauen fällt dann auch flach. Am Check-In dann die 100.000 Rupiah Ausreisesteuer und die 227 US-$ für Übergewicht und Umbuchung nachgezahlt. Noch zwei Stunden bis zum Abflug. Also schnell wieder zu meinem Schatz und die restliche Zeit mit ihr verbracht. Ich würde sie ja zu gern dauerknutschen, aber in Indonesien muß man höllisch aufpassen, daß man nicht die Gefühle einiger religöser Gruppen verletzt, könnte sonst wieder für Bombenstimmung im Land sorgen. Eine Stunde vor Abflug trennen sich unsere Wege für die nächste Zeit. Sie macht sich auf den Weg nach Hause und ich stehe kurz vorm Heulen am Schalter der Immigrasi, die mir den Ausreisestempel in den Paß drückt. Vor dem Gate stelle ich dann auch noch fest, daß der Akku meines iPod komplett leer ist. Das wird sicher ein geiler Flug. Aber Singapore Airlines hat eine Überraschung für mich parat. In einer ausgebuchten Boeing 777-300 habe ich das unverschämte Glück, daß die beiden Sitze neben mir frei bleiben. Als das Anschnallzeichen ausgeht, klappe ich die beiden Armlehen hoch und lege mich schlafen... Eine Stunde erholsamen Schlafs... schön....

Sonntag, 22. Oktober 2006

Abflug / departure

Mitte September erfahre ich, daß ich zu den acht Teamleadern gehöre, die dieses Projekt vor Ort leiten. Und ich habe die Route Nr.7, die ich wollte. Ich habe schon viel Erfahrungen mit Rollouts, aber diese Größenordnung ist schon eine völlig neue Erfahrung für mich. Am 19. Oktober wird dieses Projekt zum ersten Mal greifbar für mich: Kick-off Meeting. Und zwei Tage später sitze ich am Gate in Frankfurt und warte auf das Boarding für den Flug LH738 nach Hong Kong. Die vier Wochen zwischen Anfrage und Abflug vergingen wie im Flug. Beim Aufruf zum Boarding zeigt sich erstaunliches. Obwohl das Personal die Fluggäste der Reihen 56 bis 49 erst auf deutsch, dann englisch und schließlich auch chinesisch aufforderte einzusteigen begaben sich nahezu alle gleichzeitig zum sog. Finger...

It's mid-september and I am told, that I will be one of the eight teamleaders being on site at the branches. And I got the route #7, the one I wanted. I have a lot of experiences with rollouts, but this dimension is a completly new experience for me. On October, 19th the projects gets real for me: kickoff-meeting. Another two days later I'm waiting at gate ?? for boarding of flight LH738 to Hong Kong. The four weeks between being asked and departure passed extremly fast. The passengers seated in the rows 56 to 49 were first asked to proceed with boarding, but almost all passengers rushed to the so called finger...