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Sonntag, 25. April 2010

Es gibt Reis...

Auf Bali ist Reis so allgegenwärtig, daß man die Felder gar nicht richtig wahrnimmt, speziell wenn der Reis noch einige Zeit bis zur Ernte braucht. Ist man in der Ebene unterwegs, erscheinen die Felder im Vorbeifahren schon fast wie Rasenflächen. Nur die kleinen Wälle und Kanäle zwischen den einzelnen Feldern verraten die Reisfelder. In den Bergen auf Bali sieht das dann schon wieder anders aus. Da werden die Felder in Terassen an den Hang gequetscht und möglichst jeder Zentimeter noch genutzt. Da Arbeitskraft in Indonesien vergleichsweise billig ist, wird im Gegensatz zu Japan beispielsweise noch nahezu alles vom Setzen bis zur Ernte manuell gemacht. Vereinzelt sieht man inzwischen aber auch kleine Dreschmaschinen oder sogar Traktoren anstelle der Ochsen einen Pflug ziehen. Aber anders als in Europa, sind, selbst wenn Maschinen zum Einsatz kommen, immer noch einige Leute ebenfalls auf dem Feld und helfen mit.

Samstag, 24. April 2010

Ulu Watu oder der Tempel der schnellen Reflexe

Ich hatte mich ja schon im vorherigen Post über den Beinamen Balis ausgelassen. Zwei Tage nach Ankunft auf der Insel der Götter stand dann der erste Trip zu einem der unzähligen Tempel an. Mit Freunden ging es nach Ulu Watu, da es dort neben einer faszinierenden Klippe auch spektakuläre Sonnenuntergänge zu sehen gibt. Zu viert in einem Suzuki Jimmy, der für indonesische Verhältnisse in einem Top-Zustand war ging's los. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir dann an der Tempelanlage an. Am Eingang mußten die Mädels Tücher als einen langen Rock umbinden während die Jungs nur einen "Gürtel" sich umbinden mußten. Nach kurzem Fußmarsch verabschiedeten wir uns von der breiten Masse, die gen Osten zum eigentlich Tempel zog, und gingen in Richtung des westlichen Endes der Insel. Von dort konnte man wunderbar sehen, daß der eigentliche Tempel auf einer Felsklippe gut 200m über dem Meer steht.
Aber viel interessanter sind die frei lebenden Affen dort. Die haben nämlich im Lauf der Zeit gelernt, daß Touristen Kappen oder Brillen gerne zurück haben wollen. Also klauen sie einem selbiges mit einem beherztem Sprung und verschwinden damit auf einen Ast. Dort warten sie dann bis Einheimische oder Touristen dann ihre Eigentum mittels Obststücken wieder zurückkaufen. Wobei sich dabei hin und wieder dramatische Szenen abspielen. Eine japanische Touristen ist dabei derart erschrocken, daß sie hysterisch schrie, worauf der diebische Affe sich vor Schreck in eine Baumkrone mit der Brille der Dame verkroch. Was das die Wiederbeschaffung deutlich erschwerte. Worauf dann ein Einheimischer mit einer Sandale nach dem Affen warf. Der ließ dann auf der Flucht die Brille fallen, worauf die Leute sich dann auf die Suche nach der Brille machten. Nach einer Weile fand sie dann jemand auf einem Busch und brachte sie der Dame wieder, die dann im Eilschritt die Anlage verließ... Und vor den Attacken ist niemand sicher. Einer der Affen versuchte sein Glück auch bei mir. Allerdings hatte ich meine Kamera um den Hals hängen, somit wäre er nicht weit gekommen und zudem habe ich ihn in aus dem Augenwinkel abspringen sehen, somit sprang er dank einer Körperdrehung einfach nur ins Leere. Der Affe nahm's sportlich und probierte sein Glück erfolgreich bei einem anderen Touristen, dem er die Baseball-Kappe stibizte...

Donnerstag, 22. April 2010

Die Insel der Götter

Bali hat auch den Beinamen Insel der Götter. Was mir anfangs irgendwie nicht so richtig einleuchten wollte. Aber spätenstens nacht dem 293. Tempel wurde es dann auch einem Religionsverweigerer wie mir klar, hier sind Götter zu Hause. Naja, sie hätten es auch schlechter treffen können. Denn das Klima ist (abgesehen von den gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit) ganz angenehm. Selbst morgens um 2 Uhr friert man sich am Pool keinen ab. Und die Ansammlung von Discotheken und Clubs entlang des Strandes von Kuta über Legian und so weiter, muß sich auch nicht verstecken. Der Boden ist fruchtbar, und wo kein Reis angbaut wird, wachsen entweder Palmen oder Bananenstauden.
Tag 1 war dann mit Akklimatisierung und Ausschlafen eigentlich schon komplett ausgebucht, wäre da nicht noch die lästige Kleinigkeit des Einkaufens gewesen. Schließlich wohnten wir in einem Appartment und mußten somit uns selbst verpflegen. Für den ersten Einkauf nahmen wir uns ein Taxi und fuhren damit zu Carrefour. Der Fahrer wartete dort auf uns während wir unseren Einkauf erledigten, das hat echt was. Der Rest des Tages ist dann schnell erzählt: kochen, essen, schlafen, schwimmen und noch mehr schlafen