An die täglichen Höchststandsmeldungen deutscher Kraftstoffpreise haben wir uns ja langsam schon wieder gewöhnt. Und das Anal ach nee Aral und der holländische Oligolpol-Kumpel und Preisabsprecher Shell nun endlich Licht ins Tarifdickicht bringen, ist ja schon fast ein Segen. Diesel, Normal- und Superbenzin kosten bei den armen, existenzbedrohten Unternehmen ja neuerdings gleich. Ich frage mich grade nur, was hat die beiden denn die letzten 63 Jahre eigentlich geritten, daß sie früher Diesel günstiger verkauft haben? War das etwa das Lockvogelangebot? Wahrscheinlich sind es wieder mal die üblichen Verdächtigen: die gestiegenen Beschaffungskosten auf dem Weltmarkt. Da drängt sich dann allerdings wiederum die Frage auf, wie für Shell Beschaffungskosten steigen, wenn die selber in der Nordsee nach Öl bohren oder ganze Landstriche in Kanada nach Ölsand umgraben? Oder war die Brent Spar die letzte Plattform der Shell? Den absoluten Abschuß brachte aber heute die BFT-Tankstelle in Leinfelden: da war Diesel sogar 2 Cent teurer als Normal- und Superbenzin.
Ich kann mich noch dumpf an die autofreien Sonntage wegen der Ölkrise Mitte der 70er Jahre erinnern. Damals wurden Autobahnen zu gigantischen Radwegen für einen Tag weil niemand unterwegs war. Heute kostet der Sprit fast dreimal soviel und niemand denkt über einen autofreien Sonntag nach. Es regt sich ja nicht einmal mehr jemand auf. Armes Deutschland
Als Systemtechniker bekam ich das Angebot im Rahmen eines globalen Rollouts eines unserer Kunden nach Südostasien zu fahren. Stationen meiner Reisen sind Hong Kong, China, Taiwan, Südkorea, Indonesien und Malaysia. Und falls der Kollege ausfällt, der Thailand und Japan besuchen darf, dann würde ich gerne für ihn einspringen...
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Donnerstag, 22. Mai 2008
Dienstag, 18. Dezember 2007
Entwicklungsland Deutschland?
Heute morgen bin ich auf dem Weg ins Büro ziemlich ins Grübeln gekommen. Ich hatte meinen Wagen an der Straße geparkt und ging die gut 300m an der Straße lang. Da fiel mir ein blauer Opel Zafira auf, auf dessen Stoßstange in gelben Lettern "Ich bin ein ERDGASAUTO" prangte. Aber nicht die Art des Antriebs brachte mich ins Grübeln, sondern die erschreckende Erkenntnis, daß in Malaysia weit mehr gasbetriebene Autos unterwegs sind als in Deutschland. Ok, Malaysia ist kein Entwicklungsland, aber sind die Deutschen nicht immer so stolz auf ihr Know-How, ihren Automobilbau und ihre Vorreiterrolle in Europa, wenn's um Umwelt- und Klimaschutz geht? Wenn ich mich recht entsinne, habe ich bisher keine 10 gasbetriebenen Taxis in Stuttgart gesehen. In Kuala Lumpur bin ich dagegen in min. 30 verschiedenen Taxis unte
rwegs gewesen und alle waren gasbetrieben. Ich hatte mich nämlich immer gewundert, warum meine Taxifahrer immer mit leerem Tank unterwegs waren und trotzdem Tankstellen ignorierten. Eines Abends war es dann soweit, einer mußte endlich mal tanken. Doch er fuhr nicht an die normalen Zapfsäulen der Petronas, sondern an eine, an der auch schon andere Taxis standen. Auf der Zapfsäule stand nur NGV, was auch auf den Taxis meist auf der Motorhaube klebte. Neugierig geworden, fragte ich meinen Taxifahrer dann Löcher in den Bauch und erfuhr, daß die bis auf wenige Ausnahmen fast alle Taxis mit Gas angetrieben werden. Sei einfach billiger meinte mein Fahrer. Wobei ich den malaysischen Preis für Super 95 Oktan auch gern in Deutschland hätte... umgerechnet etwa 45 Cent. Ach nee, ich fahr ja einen Diesel...
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