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Sonntag, 4. November 2007

Hektik pur...

Am 4. November war mein vorerst letzter Tag in Asien. Tja, irgendwann geht jeder Traum zu Ende. 21:45 Uhr ging mein Flug mit Singapore Airlines über Singapur nach Frankfurt. Mit 20 Minuten Verspätung startet die Boeing 777. In der Luft werfe ich dann noch mal einen Blick auf meinen Reiseplan und stelle fest, daß ich in Singapur gerade mal 10 Minuten zum umsteigen habe. Zwar kenne ich den Flughafen Changi inzwischen ziemlich gut, aber das wäre selbst für den Schipool-geprüfen Asia-Chris zu einer unlösbaren Aufgabe geworden. Also die nächste Flugbegleiterin auf das Problem hingewiesen. Sie würde sich gleich nochmal bei mir melden. Einige Minuten später kam dann die Chef-Stewardess und meinte, daß ich meinen Anschlußflug auf jeden Fall erreichen würde, es wären noch mehr Passagiere an Bord, die auf diesen Anschluß gebucht wären und die Maschine würde auf jeden Fall warten. So ganz hab ich ihr aber nicht getraut. Bei der Landung in Changi hatten wir dann 30 Minuten Verspätung und ich sah meinen Flieger innerlich schon an der Startbahn stehen. Die Überraschung kam dann am Gate, eine Angestellte von Singapore Airlines sammelte die Passagiere für Flug SQ25 von Singapur über Frankfurt nach New York und verwies sie dann an das Abfluggate. Tja, somit war's nichts mit meiner geplanten Einkaufstour, allerdings mußte ich dann doch noch schnell meinen Bestand an Bombay Sapphire wieder auffüllen. Was dann dazu führte, daß ich beinahe einen mit Kleingeld zahlenden Japaner vor mir an der Kasse am liebsten mit seiner Stange Zigaretten in den Boden gedroschen hätte. Ich hätte nicht gedacht, daß 3 Minúten einem so lange vorkommen können. Aber am Gate mußte ich dann feststellen, daß die ganze Aufregung umsonst war, da das Boarding aufgrund technischer Probleme noch nicht mal begonnen hatte. Danach folgten 11,5 schlaflose Stunden in einer ausgebuchten 747-400 auf dem Weg nach Frankfurt. Egal, dachte ich mir, ich bin ja bald zuhause und kann dann in aller Ruhe ausschlafen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

KL at night

So als weltbereisender Techniker hat man ja nicht allzu viel Zeit für irgendwelche Hobbies. Zumal die meisten Hobbies dann ja auch einer dauerhafte Präsenz erforderlich machen. Gut, es gibt Vereinsmitglieder, die seit Jahren ihren Beitrag bezahlen ohne jemals aktiv im Verein gewesen zu sein. Durch die Asienreisen habe ich ein altes Hobby für mich wieder entdeckt: die Fotografie. Dabei kann ich das Angenehme (Fotos schießen) dann auch gleich mit dem Nützlichen (Hobby pflegen und neues Bildmaterial für den Blog) verbinden. In Hongkong hatte ich eine geliehene superkompakte Fujifilm F455S dabei, die zauberhafte 6 Megapixel-Bilder schoß. In den restlichen Ländern begleitete mich meine Canon Powershot A710IS, die dank ihres Bildstabilisators auch unter schwierigen Lichtverhältnissen sehr gute Ergebnisse mit 7,1 Megapixeln lieferte. Seit Malaysia ist dann auch bei mir mit einer Canon EOS 400D das Zeitalter der digitalen Spiegelreflex-Kamera angebrochen, denn ich hab mir die EOS 400D mit dem EFS 17-85 USM IS Objektiv ausgeborgt habe. Und wenn ich beim Aufenthalt in Singapore bei meinem Rückflug ein gutes Angebot dafür bekomme, werde ich sie mir wohl auch zulegen, denn die Einführung der EOS 40D hat die Preise auch für die 400D ziemlich fallen lassen. Zusammen mit einem Stativ lassen sich damit sogar in der Nacht traumhaft schöne Fotos machen. Das erste Bild zeigt einfach nur eine x-beliebige Straße in der innenstadt von Kuala Lumpur. Die Lichter-Lametta hängen da überall herum. Das zweite Bild zeigt den KL Tower, der mit seinen über 400m noch immer zu den Top 5 der höchsten Türme der Welt gehört. Und zur vollen Stunde funkelt die Gondel wie der Eiffelturm zu Paris. Der kleine Bauklotz daneben ist meine bescheidene Unterkunft, das Concorde in KL. Das letzte Bild zeigt dann die weltbekannten Zwillingstürme von Kuala Lumpur, die Petronas-Towers. Einst das höchste Gebäude der Welt wurde es inzwischen vom Taipei 101 zur Nummer 2. Zu dumm, daß die 10 Megapixel-Bilder noch mehr Platz auf meiner viel zu kleinen Festplatte beanspruchen...

Montag, 8. Oktober 2007

Überraschung


Gestern habe ich den halben Tag erstmal verpennt, das ist halt der Nachteil, wenn man als überdurchschnittlich großer (und breiter) Europäer in einer Boeing 747-400 in der Economy Class Platz nehmen muß. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Ok, aber in keinem Airbus hatte ich so wenig Platz. :-) Als ich dann aber sehr späten Nachmittag aus meinem komatösen Schlaf aufgewacht bin, wurde ich von einem ziemlich üblen Hungergefühl getrieben. Also einen Blick aus dem Fenster riskiert und festgestellt, daß irgendjemand eine nette Fototapete mit den Twin Towers vor mein Fenster gekleistert hat. Ach nee, die Petronas Towers sind wirklich nur 5 Minuten zu Fuß entfernt... Ja nichts wie ab dafür... Und 5 Minuten später stehe ich vor dem Eingang und staune Bauklötze über das einst höchste Gebäude Asiens. Archtektonisch ist es jedenfalls echt gelungen. Zu dumm, daß ich gerade zum Essensbeginn im Ramadhan im Food Court des KLCC eingetroffen bin. Da ist nirgendwo was frei. Egal, ich brauch ja auch noch eine lokale Sim-Karte, vielleicht sieht es ja danach besser aus. Ok, SIM-Karte hab ich 10 Minuten später, aber in den Restaurants stehen die Leute immer noch an. Hmmm, mal schauen, ob sich nich draußen was finden läßt...

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Selbst ist der Techniker

Normalerweise läßt man ja seine Geschäftsreisen von einem Reisebüro organisieren oder man stellt im Projekt jemanden ab, der sich um den Spaß kümmern darf. Zu dumm, dass fcm-DER wirklich alles getan hat, um mich davon zu überzeugen, dass die bestenfalls Bahnreisen in Deutschland wirklich gut zusammenstellen können. Über das ibis in Hongkong will ich mich da noch nicht mal beschweren. Aber wenn ich da an die Aktion mit KLM und dem Hotel in Shanghai denke... nein, danke, das kann ich selber besser...
Anstatt jedesmal mit einer anderen Fluggesellschaft neue Erfahrungen zu sammeln, habe ich nach einem Flug mit Lufthansa beschlossen, die miles & more Karte zu beantragen und mich künftig auf die Airlines der Star Alliance zu beschränken. Und das war eine gute Wahl, denn die Flüge mit anderen sind kaum billiger. Und bei den Hotels frage ich einfach jemanden beim Kunden, welches Hotel man empfehlen kann. Der Kunde bekommt nämlich meistens besonders attraktive Preise. Oder schon mal für 91 US-$ in einem 5 Sterne Hotel übernachtet? Hat bisher immer wunderbar funktioniert. Nur in Shah Alam, Malaysia wurde es zur Herausforderung. Das Ende des Ramadhan läßt Hotelzimmer zu einem sehr begehrten Gut werden. Erschwerend kam hinzu, daß ich diesmal vom Kunden wenig brauchbare Informationen zum Hotel bekam. Denn das empfohlene Hyatt Saujana wurde wohl erst vor kurzem von der Hyatt-Gruppe abgestoßen. Hat ja nur 4 Tage gedauert herauszufinden, wie der Schuppen jetzt heißt. Und als ich das endlich wusste, musste ich leider feststellen, daß irgendjemand in der Firma entweder verdammt viel Schmiergeld bekommen haben musste oder besonders beschränkt war als die Entscheidung zu Gunsten von American Express fiel. HRS kannte das Hotel nicht, die anderen Portale akzeptierten keine Amex und wenn ich direkt buchen wollte, war das Zimmer plötzlich 50% teurer. Ok, das Problem löste sich völlig überraschend, da das Hotel mir für die 3 Wochen in Shah Alam kein Zimmer anbieten konnte. Auch die drei anderen Hotels hatten z. B. in der Zeit vom 16. und 17. Oktober kein freies Zimmer. So verbrachte ich die nächsten beiden Tage damit, ein freies Hotelzimmer im Umkreis von ca. 50 km um Shah Alam zu finden. Die gute Nachricht: ich hab jetzt ein Zimmer in Kuala Lumpur und es ist sogar preislich sogar noch im Rahmen, die schlechte ist, dass ich mir jetzt auch gleich einen Mietwagen dazu buchen kann, denn mit dem Taxi wird das ziemlich teuer und unentspannt. Auf welcher Seite fährt man denn eigentlich in Malaysia?