So, ich hab nun doch schon einige Erfahrung im Taxifahren. Nein, damit meine ich nicht besoffen vom Wasen nach Hause, daß hab ich bisher noch nie geschafft. Aber dank des globalen Projekts unseres Kunden bin ich nun schon in einige Kilometer Taxi gefahren. In Hong Kong lief das fast mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks, in China mit dem Charme asiatischer Gelassenheit, in Taiwan merkte man auch einen gewissen britischen Einfluß und in Indonesien gab's da eine Dreiklassen-Gesellschaft. In Malaysia hat man zumindest was das Taxifahren angeht noch am ehesten das Gefühl in einem Entwicklungsland zu sein: die alten Proto Saga oder Wira sind einstige Mitsubishi-Fahrzeuge mit einem Sicherheitsstandard aus den späten 80ern, was einen die Fahrer teilweise dank äußerst sportlicher Fahrweise schnell aus den Gedanken treiben. Naja, weniger geübte Insassen sollen schon mal nach dem Gurt gegriffen haben. Und egal in welchem optischen Zustand die Fahrzeuge auch sind, die Bremsen funktionieren immer tadellos. Das Problem ist nur ein Taxi zu bekommen. Wenn ich ich allein die Zeit rechne, die ich in Malaysia mit Warten auf ein Taxi zugebracht habe. Allerdings muß man zur Verteidigung der Fahrer sagen, daß das Büro des Kunden in einer Gegend liegt, in der man nicht mal tot über'm Zaun hängen mag, sehr idyllisch aber auch eben sehr, sehr ruhig. Zu ruhig. Dabei läuft das Spiel mit dem Taxi bestellen eigentlich fast wie in Deutschland. Man ruft eines der Taxiunternehmen an, wenn man mal durchkommt, gibt man Start und Ziel der Reise an und wird zum Schluß nach seiner Telefonnummer gefragt. Die ist z.B. für den Rückruf das ein Taxi unterwegs sei. Oder falls der Fahrer einen nicht unbedingt auf Anhieb findet. Nicht gerade verwunderlich, sind die Angaben meist nur ungefähre Beschreibungen eines Ortes. So ist mein Kunde im Saujana Resort, Peremba Square Building A. Vergißt man jetzt aus Unwissenheit des Gebäude zu erwähnen, kann es passieren, daß der Taxifahrer auf einen am Building E auf einen wartet, da dort die erste Einfahrt ist. Und das das Taxiunternehmen auf einer deutschen Mobilfunknummer anruft, kann man sich getrost abschminken. In der Regel vergehen zwischen Anruf beim Taxiunternehmen und der Ankunft des Taxis15 bis 20 Minuten, es kann aber auch mal eine Stunde dauern oder man bekommt nach 10 Minuten einen Rückruf es sei kein Taxi frei. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Zum Glück sprechen hier alle ziemlich gut englisch. Sie hatten ein Taxi bestellt? Angenehmes Warten...
Als Systemtechniker bekam ich das Angebot im Rahmen eines globalen Rollouts eines unserer Kunden nach Südostasien zu fahren. Stationen meiner Reisen sind Hong Kong, China, Taiwan, Südkorea, Indonesien und Malaysia. Und falls der Kollege ausfällt, der Thailand und Japan besuchen darf, dann würde ich gerne für ihn einspringen...
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Dienstag, 16. Oktober 2007
Im Land des Wartens
So, ich hab nun doch schon einige Erfahrung im Taxifahren. Nein, damit meine ich nicht besoffen vom Wasen nach Hause, daß hab ich bisher noch nie geschafft. Aber dank des globalen Projekts unseres Kunden bin ich nun schon in einige Kilometer Taxi gefahren. In Hong Kong lief das fast mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks, in China mit dem Charme asiatischer Gelassenheit, in Taiwan merkte man auch einen gewissen britischen Einfluß und in Indonesien gab's da eine Dreiklassen-Gesellschaft. In Malaysia hat man zumindest was das Taxifahren angeht noch am ehesten das Gefühl in einem Entwicklungsland zu sein: die alten Proto Saga oder Wira sind einstige Mitsubishi-Fahrzeuge mit einem Sicherheitsstandard aus den späten 80ern, was einen die Fahrer teilweise dank äußerst sportlicher Fahrweise schnell aus den Gedanken treiben. Naja, weniger geübte Insassen sollen schon mal nach dem Gurt gegriffen haben. Und egal in welchem optischen Zustand die Fahrzeuge auch sind, die Bremsen funktionieren immer tadellos. Das Problem ist nur ein Taxi zu bekommen. Wenn ich ich allein die Zeit rechne, die ich in Malaysia mit Warten auf ein Taxi zugebracht habe. Allerdings muß man zur Verteidigung der Fahrer sagen, daß das Büro des Kunden in einer Gegend liegt, in der man nicht mal tot über'm Zaun hängen mag, sehr idyllisch aber auch eben sehr, sehr ruhig. Zu ruhig. Dabei läuft das Spiel mit dem Taxi bestellen eigentlich fast wie in Deutschland. Man ruft eines der Taxiunternehmen an, wenn man mal durchkommt, gibt man Start und Ziel der Reise an und wird zum Schluß nach seiner Telefonnummer gefragt. Die ist z.B. für den Rückruf das ein Taxi unterwegs sei. Oder falls der Fahrer einen nicht unbedingt auf Anhieb findet. Nicht gerade verwunderlich, sind die Angaben meist nur ungefähre Beschreibungen eines Ortes. So ist mein Kunde im Saujana Resort, Peremba Square Building A. Vergißt man jetzt aus Unwissenheit des Gebäude zu erwähnen, kann es passieren, daß der Taxifahrer auf einen am Building E auf einen wartet, da dort die erste Einfahrt ist. Und das das Taxiunternehmen auf einer deutschen Mobilfunknummer anruft, kann man sich getrost abschminken. In der Regel vergehen zwischen Anruf beim Taxiunternehmen und der Ankunft des Taxis15 bis 20 Minuten, es kann aber auch mal eine Stunde dauern oder man bekommt nach 10 Minuten einen Rückruf es sei kein Taxi frei. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Zum Glück sprechen hier alle ziemlich gut englisch. Sie hatten ein Taxi bestellt? Angenehmes Warten...
Montag, 1. Oktober 2007
Heimweh
Ich bin gerade mal eine Woche in Deutschland und muss mit Entsetzen feststellen, dass ich eigentlich nur noch wieder weg will. Meine Kollegen sind ja ganz nett, aber das sind die Kollegen in Asien auch :). Gut, vom sprachlichen hat Deutschland mir mehr zu bieten als die ganzen asiatischen Länder zusammen: ein Sprache, die ich verstehe und selber spreche. Aber das war's dann auch schon fast mit den Vorzügen. Die Preise sind indiskutabel... beispielsweise die Fahrt vom Stuttgarter Hauptbahnhof zu mir nach Hause, gegen 23.40 Uhr, dauerte knapp 20 Minuten und kostete mich schlappe 30€. Aua... In Jakarta wäre ich für die umgerechnet etwas mehr 350000 Rupiah stundenlang im Taxi gefahren und hätte wohl noch was rausbekommen. Ok, der Vergleich hinkt, weiß ich auch. Aber man gewöhnt sich ziemlich schnell an die kleinen Preise. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich das Gefühl genossen, mal Millionär zu sein :) Aber auch das Essen hier ist mir irgendwie fremd geworden. Viel Fett, Unmengen Fleisch und das Gemüse zu Tode gekocht. Und meinen geliebten Kai Lan finde ich nirgends :( Deutschland ist wohl doch noch Entwicklungsland...
Samstag, 22. September 2007
Sate Ayam

Gestern hatten wir unheimlich Lust auf Sate Ayam (Spieße mit Hühnchenfleisch), aber nicht den in der Pfanne gebratenen Spaß, sondern den klassischen, wie man in an der Straße serviert bekommt: auf Kohlen gegrillt. Da ich aber keine Ahnung hatte, wo ich sowas jetzt herbekomme könnte, kam ich auf die Idee, einen Taxifahrer zu fragen, denn die kennen für gewöhnlich für alles die besten Plätze. Nach einer kurzen Fahrt durch den obligatorischen Stau in Jakarta, kamen wir an einem Restaurant an, daß ich niemals als solches identifitiert hätte. Fehlte doch der sonst übliche Hinweis auf die Spezialität des Hauses. Also rein in den Laden und einmal Sate Ayam und einmal Sate Gambing Muda (mit Lammfleisch) bestellt. einige Zeit später kam dann auch unser bestelltes Essen. Einfach traumhaft lecker... Nur Vorsicht, die Chillies sind wirklich höllisch scharf! Und wer's nicht verträgt, wird viel Spaß auf der Toilette haben.
Freitag, 14. September 2007
Kleine Taksi-Kunde
Nein, ich hab's nicht falsch geschrieben... In Indonesien schreiben sich die Taxis tatsächlich so. Bis vor einigen Jahren war die Welt noch in Ordnung. Taxis in Deutschland waren in der Regel Fahrzeuge aus Untertürkheim, mit Sonderlackierung Elfenbein und einen Taxi-Schild auf dem Dach. Heute kann ein deutsches Taxi jede beliebige Farbe haben und auch die ersten Japaner machen neben Wolfsburgern, Münchner und einigen wenigen Ingolstädtern inzwischen Jagd auf den Platzhirschen. Höchste Zeit sich also mal in der Welt umzuschauen, wie's da so gehandhabt wird.
Ganz angenehm ist es in Hong Kong. Dort sind Taxis Toyota Crown, die ausreichend Platz selbst für überlange Europäer bieten. Verwirrend ist anfangs nur die Farbkodierung: rot für Hongkong Island Taxis, türkis für Lantau Island und gelb für Kowloon und New Territorries. Denn die gelben Taxis dürfen nicht nach Hongkong Island fahren, die türkisen weder nach Kowloon noch nach Hongkong Island. Die roten dürfen dafür auch nach Kowloon aber nicht nach Lantau Island. Deshalb nimmt man am besten den MTR, die U-Bahn von Hongkong. Und wer unbedingt nach Lantau Island will kann auch mit der Fähre übersetzen.
In China wird es etwas bunter als in Hong Kong. Hier ist es aber keine Codierung für den Bereich in dem ein Taxi fahren darf, es zeigt lediglich zu welchem Taxi-Unternehmen es gehört. In Shanghai werden überwiegen VW Santana 2000 bzw 3000 verwendet. Dieses Fahrzeug entspricht in etwa einem VW Bora in den Ausmaßen. In Beijing hingegen sind es überwiegend Autos von Hyundai, die im Einsatz sind. Und in Huanzhou sind es Toyotas, die das Straßenbild der Taxis prägen. In Shanghai kommt dann noch die Besonderheit hinzu, daß die Taxis aus den umliegenden Satelitenstädten entsprechend der Endziffer ihrer Zulassung nur an bestimmten Tagen bis zur nächsten MTR-Haltestelle bzw. Taxi-Umsteigeplätzen fahren dürfen. Taxis aus Shanghai Downtown dürfen aber auch in die Trabantenstädte fahren. Geht's noch komplizierter?
In Indonesien wird es dann etwas komplizierter. Den besten Ruf als Taxiunternehmen genießt die Blue Bird Group mit ihren blauen Toyotas, die etwas kleiner als ein Golf IV sind. Einige Unternehmen versuchen die Optik von Blue Bird zu imitieren und so vom guten Ruf zu profitieren. Allerdings sind die Fahrzeuge meist nicht in einem vergleichbar guten Zustand, bzw. die Fahrer scheinen manchmal selbst etwas abenteuerlich zu sein. Express Taxi oder Taksi Kooperasi versuchen erst gar nicht zu kopieren sondern bieten ähnlichen guten Service zu einem günstigeren Tarif. Die Silver Birds gehören zur Blue Bird Group und werden als sog. Executive Taxis angeboten. Etwas teurer, aber mit ausgewählten Fahrern, die allesamt auch gut englisch sprechen, excellentem Service und einer in der Verjüngung befindlichen Flotte. So werden die alten Toyota Crown und Nissan Cedric, mit denen man angefangen hatte sukzesive durch Mercedes-Benz C-Klasse Fahrzeuge ersetzt.
Ganz angenehm ist es in Hong Kong. Dort sind Taxis Toyota Crown, die ausreichend Platz selbst für überlange Europäer bieten. Verwirrend ist anfangs nur die Farbkodierung: rot für Hongkong Island Taxis, türkis für Lantau Island und gelb für Kowloon und New Territorries. Denn die gelben Taxis dürfen nicht nach Hongkong Island fahren, die türkisen weder nach Kowloon noch nach Hongkong Island. Die roten dürfen dafür auch nach Kowloon aber nicht nach Lantau Island. Deshalb nimmt man am besten den MTR, die U-Bahn von Hongkong. Und wer unbedingt nach Lantau Island will kann auch mit der Fähre übersetzen.
In China wird es etwas bunter als in Hong Kong. Hier ist es aber keine Codierung für den Bereich in dem ein Taxi fahren darf, es zeigt lediglich zu welchem Taxi-Unternehmen es gehört. In Shanghai werden überwiegen VW Santana 2000 bzw 3000 verwendet. Dieses Fahrzeug entspricht in etwa einem VW Bora in den Ausmaßen. In Beijing hingegen sind es überwiegend Autos von Hyundai, die im Einsatz sind. Und in Huanzhou sind es Toyotas, die das Straßenbild der Taxis prägen. In Shanghai kommt dann noch die Besonderheit hinzu, daß die Taxis aus den umliegenden Satelitenstädten entsprechend der Endziffer ihrer Zulassung nur an bestimmten Tagen bis zur nächsten MTR-Haltestelle bzw. Taxi-Umsteigeplätzen fahren dürfen. Taxis aus Shanghai Downtown dürfen aber auch in die Trabantenstädte fahren. Geht's noch komplizierter?
In Indonesien wird es dann etwas komplizierter. Den besten Ruf als Taxiunternehmen genießt die Blue Bird Group mit ihren blauen Toyotas, die etwas kleiner als ein Golf IV sind. Einige Unternehmen versuchen die Optik von Blue Bird zu imitieren und so vom guten Ruf zu profitieren. Allerdings sind die Fahrzeuge meist nicht in einem vergleichbar guten Zustand, bzw. die Fahrer scheinen manchmal selbst etwas abenteuerlich zu sein. Express Taxi oder Taksi Kooperasi versuchen erst gar nicht zu kopieren sondern bieten ähnlichen guten Service zu einem günstigeren Tarif. Die Silver Birds gehören zur Blue Bird Group und werden als sog. Executive Taxis angeboten. Etwas teurer, aber mit ausgewählten Fahrern, die allesamt auch gut englisch sprechen, excellentem Service und einer in der Verjüngung befindlichen Flotte. So werden die alten Toyota Crown und Nissan Cedric, mit denen man angefangen hatte sukzesive durch Mercedes-Benz C-Klasse Fahrzeuge ersetzt.
Sonntag, 3. Juni 2007
Aufbruch nach Indonesien
Sonntag morgen 6 Uhr und der Wecker klingelt erbarmungslos. Ich glaub ich muß mit Daniel in Sachen Reiseplanung nochmal ernsthaft reden. Also ab zum Duschen und den anderen Dingen der Körperhygiene. Zum Glück hab ich meine Sachen schon am Vorabend soweit verstaut gehabt, daß ich sonst an nichts mehr beim Einpacken denken muß. Und Punkt 6.30 klingelt das Telefon, daß der Fahrer in der Lobby warten würde. Shit, jetzt wird's doch hektisch. 10 Minuten später ist der Check-Out auch erledigt und Toni schnappt sich meinen Trolley auf dem Weg zu seinem Wagen. Kaum hab ich auf dem schwarzen Leder des S600 Platz genommen offeriert er mir einen Kaffee. Kann er Gedanken lesen? Das nenn ich mal echten Service. Und bei der Ankunft am Flughafen ist die Fahrt sogar billiger als die Hinfahrt.
Jetzt aber ab zum Schalter der Malaysian Airlines. Koffer aufgeben, Boarding Pass abgreifen und dann vielleicht mal schauen ob's im Duty Free nicht einen Macallan zu erweben gäbe. Oh Freude schöner Götterfunken, es gibt tatsächlich den 18jährigen Fine Oak zu einem vernünftigen Preis. Doch auf dem Weg zum Flieger überkommen mich Zweifel. Wie war das mit Indonesien, darf man da überhaupt Alkohol einführen? Egal, wer wagt gewinnt. Oder verliert, wie damals bei der Schlacht am Zoll von Amsterdam.
Die Boeing 777 ist ja ganz nett, aber irgendwie doch etwas ungemütlich. Dafür hat die Airline aber ein nettes Unterhaltungsprogramm von 20 Videokanälen in bis zu 3 Sprachen. Erst mal frühstücken, dann Verdauungsschläfen halten und dann mal sehen. Zum Glück sind um die Uhrzeit nur wenige gewillt zu fliegen und ich hab eine Mittelreihe für mich allein... Geil, richtig ausstrecken und abratzen. 2 Stunden später bin ich dann wieder fit und geb mir mal das Inflight-Entertainment. Beim Zappen entdecke ich dann auch den Kino-Film, den ich mir letztes Jahr schon in Shanghai gegönnt hatte: The course of the golden flower.
Die Landung in Jakarta verlief butterweich. Und nun der Masse einfach mal hinterher. Die ganzen Formulare für Einreise, Zoll, Finanzamt, Kirche und wasweißichdennsonstnochwen hab ich ja schon im Flieger ausgefüllt. Erste Station: Visa on arrival. Für 10 bzw. 25US$ gibt ein Visum, daß dann für 7 bzw. 30 Tage gültig ist und für die einmalige Einreise ist. Dann weiter zu Immigration. Der nette Kollege prüft meine Angaben im dafür vorgesehenen Formblatt und will dann zur Kontrolle das Ticket für die Ausreise sehen. Shit, daß ist im Koffer und der baggage reclaim kommt erst noch. Er läßt mich dennoch passieren. Und nun schnell meinen Koffer geschnappt und ab zum Zoll. Mit 2 Flaschen Wein und einer Flasche Whiskey im Gepäck liege ich dann doch etwas über den Einfuhrbestimmungen. Was nun, ich frage einfach einen der Zöllner, was ich machen soll und der winkt mich durch. Noch besser... Jetzt muß ich nur noch den Schalter von Golden Bird finden, damit ich meinen Transfer zum Hotel bekomme. Ach wie praktisch, zum Tür aus dem Sicherheitsbereich raus und schon ist auf der rechten Seite der Schalter zu sehen. Und ich werde auch schon erwartet. Was will man mehr... In einem Silver Bird Taxi, daß übrigens zur Blue Dird Gruppe gehört, geht es dann zum Hotel. Nach knapp 45 Minuten kommen wir am Gran Melia an. In der Einfahrt bekomme ich die ersten Zweifel, ob Indonesien wirklich so gesund ist: 5 Mann einer Security stehen an einer Schranke, die aus zwei massiven Stahlrohren gefertig zu sein scheint. Einer läuft mit einer Spiegelstange ums Auto während die vier anderen sich Türen und Kofferraum vornehmen. An der Schranke steht dann noch ein Polizist mit automatischem Gewehr. Am Eingang des Hotels dann noch ein Metalldetektor, ein Spürhund, noch mehr Securities und zwei weitere bewaffnete Polizisten. Alles Maßnahmen nach den Sprengstoffanschlägen auf Bali vor einigen Jahren, wie ich später erfahre.
Jetzt aber ab zum Schalter der Malaysian Airlines. Koffer aufgeben, Boarding Pass abgreifen und dann vielleicht mal schauen ob's im Duty Free nicht einen Macallan zu erweben gäbe. Oh Freude schöner Götterfunken, es gibt tatsächlich den 18jährigen Fine Oak zu einem vernünftigen Preis. Doch auf dem Weg zum Flieger überkommen mich Zweifel. Wie war das mit Indonesien, darf man da überhaupt Alkohol einführen? Egal, wer wagt gewinnt. Oder verliert, wie damals bei der Schlacht am Zoll von Amsterdam.
Die Boeing 777 ist ja ganz nett, aber irgendwie doch etwas ungemütlich. Dafür hat die Airline aber ein nettes Unterhaltungsprogramm von 20 Videokanälen in bis zu 3 Sprachen. Erst mal frühstücken, dann Verdauungsschläfen halten und dann mal sehen. Zum Glück sind um die Uhrzeit nur wenige gewillt zu fliegen und ich hab eine Mittelreihe für mich allein... Geil, richtig ausstrecken und abratzen. 2 Stunden später bin ich dann wieder fit und geb mir mal das Inflight-Entertainment. Beim Zappen entdecke ich dann auch den Kino-Film, den ich mir letztes Jahr schon in Shanghai gegönnt hatte: The course of the golden flower.
Die Landung in Jakarta verlief butterweich. Und nun der Masse einfach mal hinterher. Die ganzen Formulare für Einreise, Zoll, Finanzamt, Kirche und wasweißichdennsonstnochwen hab ich ja schon im Flieger ausgefüllt. Erste Station: Visa on arrival. Für 10 bzw. 25US$ gibt ein Visum, daß dann für 7 bzw. 30 Tage gültig ist und für die einmalige Einreise ist. Dann weiter zu Immigration. Der nette Kollege prüft meine Angaben im dafür vorgesehenen Formblatt und will dann zur Kontrolle das Ticket für die Ausreise sehen. Shit, daß ist im Koffer und der baggage reclaim kommt erst noch. Er läßt mich dennoch passieren. Und nun schnell meinen Koffer geschnappt und ab zum Zoll. Mit 2 Flaschen Wein und einer Flasche Whiskey im Gepäck liege ich dann doch etwas über den Einfuhrbestimmungen. Was nun, ich frage einfach einen der Zöllner, was ich machen soll und der winkt mich durch. Noch besser... Jetzt muß ich nur noch den Schalter von Golden Bird finden, damit ich meinen Transfer zum Hotel bekomme. Ach wie praktisch, zum Tür aus dem Sicherheitsbereich raus und schon ist auf der rechten Seite der Schalter zu sehen. Und ich werde auch schon erwartet. Was will man mehr... In einem Silver Bird Taxi, daß übrigens zur Blue Dird Gruppe gehört, geht es dann zum Hotel. Nach knapp 45 Minuten kommen wir am Gran Melia an. In der Einfahrt bekomme ich die ersten Zweifel, ob Indonesien wirklich so gesund ist: 5 Mann einer Security stehen an einer Schranke, die aus zwei massiven Stahlrohren gefertig zu sein scheint. Einer läuft mit einer Spiegelstange ums Auto während die vier anderen sich Türen und Kofferraum vornehmen. An der Schranke steht dann noch ein Polizist mit automatischem Gewehr. Am Eingang des Hotels dann noch ein Metalldetektor, ein Spürhund, noch mehr Securities und zwei weitere bewaffnete Polizisten. Alles Maßnahmen nach den Sprengstoffanschlägen auf Bali vor einigen Jahren, wie ich später erfahre.
Samstag, 25. November 2006
Destination Shanghai
Heute geht's los in Richtung Shanghai. Früh morgens um 7 Uhr geht mein Flug von Stuttgart nach Frankfurt, von wo ich dann nach Shanghai starten werde. Der Flug nach Frankfurt ist irgendwie komisch. Im Steigflug geht's erst entlang der A8 Richtung Karlsruhe, am Leonberger Dreieck folgen wir dann der A81 und überfliegen Kornwestheim (der Güterbahnhof ist einfach nicht zu übersehen). Einige Minuten später geht's über Gaildorf hinweg und wir schwenken in Richtung Frankfurt ein. Noch ein kurzer Blick auf die einst höchste Autobahnbrücke Europas: die Kochertalbrücke mit ihren 182m Höhe. Und es dauert auch nicht mehr lange und dann beginnt auch schon der Landeanflug auf Frankfurt. Mit einem Busshuttle geht's von der Außenposition zum Terminal und ich habe noch jede Menge Zeit mein Gate für den Weiterflug zu finden. Diesmal geht's mit einem Airbus A340-200 auf die Langstrecke. Bin mal gespannt, ob's bequemer wird als der Trip in der 747-400 nach Hong Kong. Ich kann's vorweg nehmen: es ist etwas komfortabler, aber nur ein wenig. Egal, die 11 Stunden werde ich auch überstehen. Diesmal gelang es mir auch während des Fluges mal 2 Stunden am Stück zu schlafen. Trotzdem komme ich ziemlich fertig in Shanghai Pudong International Airport an. Und der Zoll ist hier etwas ungewohnt. In Hongkong stellte man sich an, kam dran, bekam zwei Stempel in den Paß und gut war's. In Shanghai mußte erstmal ein Formular über den Gesundheitszustand ausgefüllt werden, dann durfte man am Quarantäne-Checkpoint vorbei. Ein weiteres Formular mit mit allen Daten über den Aufenthalt in der VR China, die sog. Entry-Card, mußte ebenfalls ausgefüllt werden und zusammen mit dem Reisepaß dem Zöllner vorgelegt werden. Kritisch wurde dann das Visum begutachtet, mehrfach wichtig hin- und hergeblättert, nochmal das Visum kontrolliert und dann das Einreisedatum eingestempelt. Hurra, endlich durch... Doch das nächste Formular wartet schon: Zollinhaltserklärung. Schließlich will man wissen, was der Kamerad hier so alles einführt. Spätestens hier war mir klar, daß das Papier in China erfunden wurde... Da ich keine anmeldepflichtigen Waren mitführte, bestand die Gepäckkontrolle lediglich aus einem strammen Durchmarsch. Noch schnell 100 Euro in rund 960 RMB verwandelt und dann ab Richtung Hotel. So, jetzt sollte ich nur noch den Transrapid finden. Irgendwie rächte sich der Schlafmangel: ich lief mehrfach am Zugang zum Transrapid-Bahnhof am Flughafen vorbei ohne es zu merken. Entnervt gab ich dann der freundlichen Nachfragen eines Taxifahrers nach und folgte ihm zu seinem "Taxi": ein schwarzer VW Santana der ersten Generation. Beim Einsteigen fiel mir noch auf, daß irgendwie nichts an diesem Fahrzeug auf ein Taxi hindeutete. Und als der Wagen losfuhr bemerkte ich auch das Fehlen des Taxameters... Geil, ich hab ein illegales Taxi erwischt. Eine Stunde später und 900 RMB später stehe ich vor meinem Hotel. Die Fahrt mit einem regulären Taxi hätte etwa 180 RMB gekostet, fand ich einige Tage später heraus...
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