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Samstag, 27. Oktober 2007

Ällabätsch...

So langsam beschleicht mich der Verdacht, daß das Bundesaußenministerium eine Abteilung unterhält, die sich damit beschäftigt, sowie es auf diesem Planeten einen neuen Flecken Erde gibt, jemanden dorthin zu schicken, nur damit der deutsche Tourist nicht der erste Deutsche dort ist. Es ist vielleicht wirklich ein wenig vermessen zu glauben, ich sei der erste deutsche Staatsbürger in Malaysia. Aber etwas irritiert war ich dann schon als mein Kollege Markus meinte, irgendwo in KL müsse es einen deutschen Bierkeller geben. Ja, den gibt es... schräg gegenüber vom Concorde, gleich neben dem Shangri-La Hotel. So kam es nach 36 Jahren zu einer echten Premiere für mich. Ich betrete ein deutsches Lokal im Ausland. Normalerweise sind Hinweise auf deutsche Gastronomie für mich ein Grund dieses lokal erst gar nicht zu betreten. Nun gibt es kein zurück mehr. Schon allein, um der Frage auf den Grund zu gehen, ob es in einem muslimisch geprägten Land möglich ist Schweinefleich zu bekommen. Ich habe meine Wette gewonnen, es geht. Schon irgendwie verblüffend, wenn man außerhalb Deutschland Rahmgeschnetzeltes mit frischen (!!!) Pfifferlingen genießt. Und das dann auch noch mit Weizenbier genießen kann. Die Lage Jägermeister wäre nicht nötig gewesen, aber Markus wollte unbedingt. Eiskalt war der zumindest, aber das macht den Hörnerwhisky nur bedingt zu meinem Lieblingsdrink. dann doch lieber Eckes Edelkirsch :)

Sonntag, 26. August 2007

Vulkanien

Indonesien gehört zu den Regionen mit den meisten aktiven Vulkanen. Gut, die meisten sind irgendwo tief unter Wasser versteckt und stören kaum. Aber hin und wieder hat Mutter Natur auch den einen oder anderen auf dem Archipel verteilt. So stehen in der Nähe von Bandung zwei respektable Vertreter ihrer Gattung rum. Beide haben sich zu echten Touristenattraktionen gemausert. Am White Crater kann man auf dem Krater wunderschön spazieren und satte schwefelhaltige Luft einatmen. Auch scheint der Kollege es sich eher gemütlich gemacht zu haben, denn außer Dampf sieht man nicht allzu viel, wären da nicht überalll diese schwefelgelben Ablagerungen. Auch am Tangkuban Parahu ist nichts mit rotglühenden Lavafontänen. Aber das der Heizkessel eine Nummer größer ist als der am White Crater läßt schon der ganz besondere Duft in der Luft erahnen. Auch der Krater selbst ist mit gut 400 Meter Tiefe ein ganz anderes Kaliber. Und wer mag, kann im Kraterwasser gekochte Eier verspeisen. Wobei man sich nicht stören sollte, daß das Eiweiß eine seltsame grünliche Färbung hat. Richtig geil ist jedoch die Anfahrt zu den beiden Vulkanen. Da geht es üner Straßen nach oben, die eigentlich nach einem geländegängigen Fahrzeug schreien. Und auch die Auswahl der Motorleistung ist nicht zu verachten, denn stellenweise geht es mit 25% Steigung beraguf.

Samstag, 25. August 2007

Ayam

Den Umzug von Bandung nach Jakarta hab ich mal auf Sonntag festgelegt, da ich auch mal die Gegend von West Java erkunden wollte. Also stürzte ich mich am Samstag abend in Begleitung einer Bekannten in das Nachtleben von Bandung. Eins mal gleich vorneweg: das Nachtleben ist um einges uninteressanter als in den Städten in denen ich bisher war. Eine Handvoll Bars, die sich auf das Stadtzentrum konzentrieren und das war's. Allerdings findet man in den Bars die gleichen Ayam wie in Jakarta. Wörtlich übersetzt bedeutet Ayam eigentlich Hühnchen, aber in dieser Übersetzung meinen die Indonesier Frauen, die sich von Touristen bereitwillig abschleppen lassen und der Ausgang des Abends in der Phantasie des Lesers liegt. Typisch für Ayam ist das gezielte Eigenmarketing mit PushUp-BH, tiefem Ausschnitt, knappen Hosen oder Röcken und High Heels. Und die Mädels lassen nichts unversucht einen einsamen Touristen zu unterhalten. Mit ein Grund, warum ich mich in Begleitung einer Kollegin auf Streifzug begeben hatte. ;) Wobei mir eine Frau auffiel, die zwar optisch in das Schema für eine Hookerin paßte, dann aber doch irgendwie anders zu sein schien. Meine Kollegin und ich zerbrachen uns den halben Abend darüber den Kopf, ob sie nun eine ist oder nicht. Geizte nicht mit ihren Reizen beim Billard. Tanzte hin und wieder mit den Ayams auf der Tanzfläche. Warf einen Blick in lange Listen deer Bar. Und trinken konnte die wie ein Kerl. Leider werden wir es nie erfahren, denn vor endgültigen Klärung gab's ein wenig Zoff mit meiner Bekannten und ich beschloß, daß es wohl besser ist ins Hotel zu gehen, bevor's richtig unschön wird.