Posts mit dem Label scharf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label scharf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Wolle scharf?

Man sagt der asiatischen Küche vieles nach, aber das meiste davon stimmt auch. So erfreut sich der reiselustige Chinese an einer beinahe unglaublichen Auswahl von Geschmacksrichtungen, Zubereitungsarten und vor allem Zutaten. Der shanghaier Küche sagt man einen gewissen Hang zur Deftigkeit mit einer süßen Note nach, vor allem wegen der dicken Saucen. Allerdings sind die Shanghaier auch keine Verächter von scharfen Gerichten. So sollte sich der ungeübte durchschnittsdeutsche Tourist beim Kauf von Fleischspießen bei einem Händler an der Straße vor dem Verzehr überzeugen, daß er etwas zum Löschen greifbar hat. Ich mag's ja auch gerne etwas schärfer. Die Frage im Döner-Laden meiner Wahl nach "scharf" wird inzwischen nur mit einem lässigen Nicken oder der Ansage "mach's aber richtig scharf" bedacht. Aber die Asiaten haben hier, wenn's mal schnell brennen soll, ganz andere Kaliber. So auch heute, als ich mit sprachkundiger Begleitung ein Lokal betrat, daß sich selbst als Curry-House bezeichnet und ursprünglich aus Japan kommt. Interessant ist die Art und Weise zu bestellen. Erst macht man sich Gedanken über die Art des Curry: Omelette, Schweine- oder Rindfleisch, Fisch oder was auch immer. Dann wählt man die Menge Reis dazu (standardmäßig sind 300g dabei), dann den Schärfegrad zwischen 1 (mild) und 5 (das grenzt schon an Selbstverstümmelung) und wartet dann auf das Ergebnis. Die Kollegin hatte das Omelette als Basis gewählt, ich hingegen gebratenen Lachs. Und was hier wie braune Bratensauce aussieht, ist in Wirklichkeit eine gelblich-braune Currysauce. Mein Lachs thronte über einer Sauce, die mit 3 als "hot" eingestuft wurde. Im Nachhinein muß ich zugeben, daß ich da den Mund wirklich etwas zu voll genommen habe und mich danach auf den Nachtisch umso mehr freute. Allerdings konnte ich mit der Bezeichnung Shaved Ice Strawberry nicht allzu viel anfangen, außer das irgendwas mit Erdbeeren dabei sein müßte. Oben thronte eine Kugel Vanille-Eis auf einem Berg von crushed ice mit Erdbeersirup. In Taiwan sollen die Jungs das Shaved Ice allerdings soweit perfektioniert haben, daß es wirklich nur noch als feinste Eisplättchen daher kommt und im Mund dann zart dahin schmilzt. Was bei der etwas gröberen Variante mit crushed ice allerdings nicht ganz so schön funktioniert. Aber schmeckt trotzdem gut.

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Herausforderungen / challenges

Wieder klingelt der Wecker viel zu früh. So langsam kommt das Morgenritual in Schwung: aufstehen, duschen, Zähne putzen, rasieren, anziehen, Tasche umhängen und ab zur Tram. Dann an der King's Road 1063 aussteigen, rein zu Starbuck's und einen Cappucchino holen, hoch ins Büro und arbeiten. Diesmal geht's zum Mittagessen zu einem Restaurant mit japanischer Küche. Keine Ahnung, denn außer der Preise kann ich nichts auf der Tafel lesen. Da das Lokal aber brechend ist und die Kollegen hungrig sind, zieht der Troß zum nächsten Restaurant. Mir wurde erklärt, daß es allein im näheren Umkreis um das Büro 47 Lokale gäbe. Und wieder gibt es leckere asiatische Küche, die mit der aus Deutschland gewohnt irgendwie gar nichts gemeinsam hat. Aber das macht nichts, mir schmeckt's prima und die Kollegen freut's. Was haben die nur alle mit dieser Octopus Card, nach der mich alle fragen? Sollte mich mal schlau machen, was das sein soll. Inzwischen habe ich auch erfahren, daß es neben Taxis, Bussen und der Tram auch noch den MTR gibt. Muß ja ein tolles Ding sein, wenn die dauernd davon erzählen. Am Abend mache ich mich auf die Suche nach einem Lokal im Bereich von meinem Hotel, die dann in Causeway Bay in einem koreanischen Restaurant endete. Ich dachte immer, ich sei scharfes Essen gewohnt. Zum ersten Mal wünsche ich mir, ich wäre zu McDonald's gegangen.

T
he alarm rings much too early. But slowly I get used to my morning-ritual: get up, taking a shower, brushing the teeth, shaving, putting on the clothes, grab my bag and ruhing to the Tram. Exiting at King's Road 1063, getting a cappucchino at Starbucks, up to the office and work. This time the lunch will be taken a japanese style restaurant. I don't it for sure, because the only thing I can read are the prices. The restaurant ist full of people and the hungry colleages move on to the next restaurant. I was told that 47 restaurant are located nearby the office. Again, we had some delicious asian food, having absoultly nothing in common with the stuff I am used to in Germany. But it doesn't matter, I like it really very much and my colleagues happy about that. Why are they asking me always about the octupus card? I have to get some informations about this. Meanwhile I also know that public transport is handled not only withtaxis, busses and the Tram but the MTR as well. Must be quite cool because everybody is talking about it. In the evening I am looking for a restaurant near my hotel which leads me to a korean restaurant in Causeway Bay at the end. I thought I am used to hot and spicy dishes. But for the first time I wished, I would have choosen McDonald's for dinner...