Als Systemtechniker bekam ich das Angebot im Rahmen eines globalen Rollouts eines unserer Kunden nach Südostasien zu fahren. Stationen meiner Reisen sind Hong Kong, China, Taiwan, Südkorea, Indonesien und Malaysia. Und falls der Kollege ausfällt, der Thailand und Japan besuchen darf, dann würde ich gerne für ihn einspringen...
Freitag, 7. Mai 2010
Shangri-Là Jakarta
Seitdem ich das Shangri-Là in Jakarta das erste Mal zum Besuch des B.a.t.S. (Bar at the Shangri-Là) betreten hatte, keimte in mir der Wunsch zumindest einmal eine Nacht in selbigen Hotel zu verbringen. Allerdings ergab sich während meiner Geschäftsreisen sich da nichts. Doch da mir der isländische Vulkanausbruch meine gesamte Reiseplanung durcheinander gewürfelt hatte, mußte ich ein wenig umdisponieren. Astri half mir bei der Buchung der Hotels in Jakarta, doch aufgrund eines Mißverständnisses blieb eine Übernachtung auf der Strecke. Und irgendwie schienen alle einigermaßen erschwinglichen Hotels ausgebucht zu sein. So suchte ich online nach einer Bleibe für eine Nacht und blieb dann beim Shangri-Là Jakarta hängen. Ein Zimmer im Executive-Floor wäre noch zu haben, für schlappe 300€. Die Alternativen waren aber nicht wirklich welche: die Präsidenten-Suite im Gran Melià für schlappe 2300€, eine Grand Suite im Grand Hyatt für 450€ usw. Also habe ich in den sauren Apfel gebissen und den Zimmer im Shangri-Là gebucht. Und mit einer entsprechenden Erwartungshaltung bin ich dort dann angekommen. Der Check-In lief schnell und problemlos. Und vermutlich zu schnell für den Room-Service, denn das Zimmer war noch nicht bereit, als wir ankamen. So durften wir uns dann in der Lounge einen Drink auf Kosten des Hauses gönnen. Ca. eine halbe Stunde später kam dann die Dame vom Empfang und meinte, daß das Zimmer nun bereit wäre. Also schnell nach oben... Die Karte in die Tür gesteckt und schon hatten wir Zutritt zu unserem 43qm Deluxe-Zimmer mit 42" LCD-TV, einer Dusche groß genug für eine Volleyballmannschaft und einem wunderschönen Ausblick aus dem 18. Stock auf den Hotelpool :-) Alle Zutaten für eine unvergeßliche Nacht waren da...
Sonntag, 25. April 2010
Es gibt Reis...
Auf Bali ist Reis so allgegenwärtig, daß man die Felder gar nicht richtig wahrnimmt, speziell wenn der Reis noch einige Zeit bis zur Ernte braucht. Ist man in der Ebene unterwegs, erscheinen die Felder im Vorbeifahren schon fast wie Rasenflächen. Nur die kleinen Wälle und Kanäle zwischen den einzelnen Feldern verraten die Reisfelder. In den Bergen auf Bali sieht das dann schon wieder anders aus. Da werden die Felder in Terassen an den Hang gequetscht und möglichst jeder Zentimeter noch genutzt. Da Arbeitskraft in Indonesien vergleichsweise billig ist, wird im Gegensatz zu Japan beispielsweise noch nahezu alles vom Setzen bis zur Ernte manuell gemacht. Vereinzelt sieht man inzwischen aber auch kleine Dreschmaschinen oder sogar Traktoren anstelle der Ochsen einen Pflug ziehen. Aber anders als in Europa, sind, selbst wenn Maschinen zum Einsatz kommen, immer noch einige Leute ebenfalls auf dem Feld und helfen mit.
Samstag, 24. April 2010
Ulu Watu oder der Tempel der schnellen Reflexe
Ich hatte mich ja schon im vorherigen Post über den Beinamen Balis ausgelassen. Zwei Tage nach Ankunft auf der Insel der Götter stand dann der erste Trip zu einem der unzähligen Tempel an. Mit Freunden ging es nach Ulu Watu, da es dort neben einer faszinierenden Klippe auch spektakuläre Sonnenuntergänge zu sehen gibt. Zu viert in einem Suzuki Jimmy, der für indonesische Verhältnisse in einem Top-Zustand war ging's los. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir dann an der Tempelanlage an. Am Eingang mußten die Mädels Tücher als einen langen Rock umbinden während die Jungs nur einen "Gürtel" sich umbinden mußten. Nach kurzem Fußmarsch verabschiedeten wir uns von der breiten Masse, die gen Osten zum eigentlich Tempel zog, und gingen in Richtung des westlichen Endes der Insel. Von dort konnte man wunderbar sehen, daß der eigentliche Tempel auf einer Felsklippe gut 200m über dem Meer steht.
Aber viel interessanter sind die frei lebenden Affen dort. Die haben nämlich im Lauf der Zeit gelernt, daß Touristen Kappen oder Brillen gerne zurück haben wollen. Also klauen sie einem selbiges mit einem beherztem Sprung und verschwinden damit auf einen Ast. Dort warten sie dann bis Einheimische oder Touristen dann ihre Eigentum mittels Obststücken wieder zurückkaufen. Wobei sich dabei hin und wieder dramatische Szenen abspielen. Eine japanische Touristen ist dabei derart erschrocken, daß sie hysterisch schrie, worauf der diebische Affe sich vor Schreck in eine Baumkrone mit der Brille der Dame verkroch. Was das die Wiederbeschaffung deutlich erschwerte. Worauf dann ein Einheimischer mit einer Sandale nach dem Affen warf. Der ließ dann auf der Flucht die Brille fallen, worauf die Leute sich dann auf die Suche nach der Brille machten. Nach einer Weile fand sie dann jemand auf einem Busch und brachte sie der Dame wieder, die dann im Eilschritt die Anlage verließ... Und vor den Attacken ist niemand sicher. Einer der Affen versuchte sein Glück auch bei mir. Allerdings hatte ich meine Kamera um den Hals hängen, somit wäre er nicht weit gekommen und zudem habe ich ihn in aus dem Augenwinkel abspringen sehen, somit sprang er dank einer Körperdrehung einfach nur ins Leere. Der Affe nahm's sportlich und probierte sein Glück erfolgreich bei einem anderen Touristen, dem er die Baseball-Kappe stibizte...
Aber viel interessanter sind die frei lebenden Affen dort. Die haben nämlich im Lauf der Zeit gelernt, daß Touristen Kappen oder Brillen gerne zurück haben wollen. Also klauen sie einem selbiges mit einem beherztem Sprung und verschwinden damit auf einen Ast. Dort warten sie dann bis Einheimische oder Touristen dann ihre Eigentum mittels Obststücken wieder zurückkaufen. Wobei sich dabei hin und wieder dramatische Szenen abspielen. Eine japanische Touristen ist dabei derart erschrocken, daß sie hysterisch schrie, worauf der diebische Affe sich vor Schreck in eine Baumkrone mit der Brille der Dame verkroch. Was das die Wiederbeschaffung deutlich erschwerte. Worauf dann ein Einheimischer mit einer Sandale nach dem Affen warf. Der ließ dann auf der Flucht die Brille fallen, worauf die Leute sich dann auf die Suche nach der Brille machten. Nach einer Weile fand sie dann jemand auf einem Busch und brachte sie der Dame wieder, die dann im Eilschritt die Anlage verließ... Und vor den Attacken ist niemand sicher. Einer der Affen versuchte sein Glück auch bei mir. Allerdings hatte ich meine Kamera um den Hals hängen, somit wäre er nicht weit gekommen und zudem habe ich ihn in aus dem Augenwinkel abspringen sehen, somit sprang er dank einer Körperdrehung einfach nur ins Leere. Der Affe nahm's sportlich und probierte sein Glück erfolgreich bei einem anderen Touristen, dem er die Baseball-Kappe stibizte...
Donnerstag, 22. April 2010
Die Insel der Götter
Bali hat auch den Beinamen Insel der Götter. Was mir anfangs irgendwie nicht so richtig einleuchten wollte. Aber spätenstens nacht dem 293. Tempel wurde es dann auch einem Religionsverweigerer wie mir klar, hier sind Götter zu Hause. Naja, sie hätten es auch schlechter treffen können. Denn das Klima ist (abgesehen von den gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit) ganz angenehm. Selbst morgens um 2 Uhr friert man sich am Pool keinen ab. Und die Ansammlung von Discotheken und Clubs entlang des Strandes von Kuta über Legian und so weiter, muß sich auch nicht verstecken. Der Boden ist fruchtbar, und wo kein Reis angbaut wird, wachsen entweder Palmen oder Bananenstauden.Tag 1 war dann mit Akklimatisierung und Ausschlafen eigentlich schon komplett ausgebucht, wäre da nicht noch die lästige Kleinigkeit des Einkaufens gewesen. Schließlich wohnten wir in einem Appartment und mußten somit uns selbst verpflegen. Für den ersten Einkauf nahmen wir uns ein Taxi und fuhren damit zu Carrefour. Der Fahrer wartete dort auf uns während wir unseren Einkauf erledigten, das hat echt was. Der Rest des Tages ist dann schnell erzählt: kochen, essen, schlafen, schwimmen und noch mehr schlafen
Mittwoch, 21. April 2010
Wieder in der Luft
Man sollte es ja kaum glauben, aber nach dem der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen mir meine Geburtstagsparty versaut hat und sich Deutschlands schnellster Minister seit Verteidigungsminister Scharping mit seinem Krisenmanagement mal so richtig blamiert hat, hat es nur vier Tage gedauert bis die Luft auf wundersame Weise wieder so rein war, daß man gefahrlos fliegen konnte. Liegt vermutlich daran, daß man dem Vulkan eine rote Feinstaubplakette verpasst hat ;-) Diesmal bin ich entgegen meiner Gewohnheit nicht mit der Star Alliance unterwegs, sondern nutzte die Gelegenheit herauszufinden, ob Emirates wirklich so toll ist, wie immer behauptet wird. Wobei die Unterschiede in der Holzklasse bei allen Airlines eher marginal sind. Der Sitzabstand basiert auch bei Emirates noch auf dem Normmenschen von 1837 oder so, jedenfalls kann der nicht größer als 1,60m sein. Und auf den Gangplätzen wird man genauso oft vom Personal angerempelt, wie bei anderen. Also was soll dann so toll sein? Zumindest das Entertainment-System ist nicht von schlechten Eltern, jede Menge aktuelle Kinofilme versüßen einem den Platzmangel. Gut, die 4,5 Stunden Aufenthalt in Dubai wären etwas zu knapp, um mal eben Downtown zu fahren wurde mir gesagt. Somit wurde aus der Fotosession mit dem Burj Kalifa oder das Luxus-Hotel Burj-al-Arab nichts und es blieb dann mir nur der Versuch auf einem Liegestuhl eine Runde zu schlafen oder den vermutlich weltgrößten Duty-Free-Shop zu erkunden. Um 4 Uhr morgens begann dann endlich das Boarding für meinem Weiterflug nach Jakarta. Und leider konnte ich den auf dem Flug von München nach Dubai begonnenen Film "G.I. Joe" leider nicht zu Ende schauen, da dieser auf dem Flug von Dubai nach Jakarta nicht verfügbar war...
Der Weiterflug von Dubai nach Jakarta verläuft, abgesehen vom geänderten Inflight Entertainment Paket, völlig ruhig und kurz nach 19 Uhr Ortszeit setzt die Maschine in Soekarno-Hatta auf. Die nächste Überraschung gab's dann bei der Einreiseprozedur. Zu den bisherigen Abläufen (Arrival Card ausfüllen, vorlegen, 25 US-Dollar zahlen und dann das Visum in den Paß geklebt bekommen) werden bei der Immigrasi neben der Vorlage des Rückflugtickets (in gedruckter Form) neuerdings auch noch Fingerabdrücke und ein schickes Fahndungsfoto abgenommen. Scheinbar können die indonesischen Behörden nichts mit den eletronisch gespeicherten Fingerabdrücken und dem Bild meines deutschen e-Passes anfangen. Egal, die Hürde wäre dann auch genommen. Dafür ist das Gepäck auch gerade erst am ankommen. Immer wieder klasse sind die Szenen am Anfang des Bandes, wenn die Leute um die besten Plätze streiten. Irgendwann kommt dann auch mein Koffer in Sicht und mit beherztem Griff hebe ich die 29,8kg vom Band. Ab zum Zoll und dann hinaus in die schwüle Hitze Indonesiens. Astri hatte gesagt, ich soll in der Ankunftshalle nach links rausgehen, sie würde da auf mich warten. Tja, da waren aber nur eine größere Anzahl von Taxifahrern, die auf Kunden warten. Also Mobiltelefon raus und nachgefragt, sie steckt im Stau... Willkommen in Jakarta :-)
Nach einer knappen Stunde traf dann auch Madame ein. Jetzt hieß es erstmal zum Terminal 3 zu kommen. Dafür gibt's einen kostenlosen Shuttle-Service mit einem Kleinbus, der so wie die Straßen Jakartas, permanent überfüllt ist. Aber der Vorteil ist, man kann so gut wie nicht darin umfallen. Naja, so schlimm kann's ja nicht sein, das Terminal 3 ist ja nur einen Steinwurf entfernt. Wobei Entfernungen in Indonesien relativ sind sowie Fahrzeuge im Spiel sind. Zu Fuß wären wir wahrscheinlich schneller gewesen, falls wir den Marsch durch die Abgase überlebt hätten.
Endlich am Terminal 3, ein schicker Neubau, allerdings sind noch nicht allzuviele Geschäfte da. Außer einigen Restaurants gibt's eigentlich nichts. Also weiter zum Schalter von AirAsia, wo wir uns dann nochmal etwa 90 Minuten langweilen durften. Al dann irgendwann doch noch das Gate geöffnet wurde gab's eine Flughafen-Rundfahrt mit dem Bus zum Flieger. Für den Fall, daß jemand noch nicht das Vergnügen mit AirAsia hatte, die sind sowas wie Ryanair für Asien. Entspechend geräumig war der Flieger. Plötzlich kam mir mein Platz in SQ25 Singapore - Frankfurt wieder richtig geräumig vor. Nach einem langweiligen Flug von 2.5 Stunden kamen wir dann kurz vor Mitternacht in Denpasar an. Koffer eingesammelt und dann raus zum Taxi-Stand. Der Rest war dann ein Kinderspiel. Und von den folgenden 12 Stunden weiß ich nichts mehr :-)
Der Weiterflug von Dubai nach Jakarta verläuft, abgesehen vom geänderten Inflight Entertainment Paket, völlig ruhig und kurz nach 19 Uhr Ortszeit setzt die Maschine in Soekarno-Hatta auf. Die nächste Überraschung gab's dann bei der Einreiseprozedur. Zu den bisherigen Abläufen (Arrival Card ausfüllen, vorlegen, 25 US-Dollar zahlen und dann das Visum in den Paß geklebt bekommen) werden bei der Immigrasi neben der Vorlage des Rückflugtickets (in gedruckter Form) neuerdings auch noch Fingerabdrücke und ein schickes Fahndungsfoto abgenommen. Scheinbar können die indonesischen Behörden nichts mit den eletronisch gespeicherten Fingerabdrücken und dem Bild meines deutschen e-Passes anfangen. Egal, die Hürde wäre dann auch genommen. Dafür ist das Gepäck auch gerade erst am ankommen. Immer wieder klasse sind die Szenen am Anfang des Bandes, wenn die Leute um die besten Plätze streiten. Irgendwann kommt dann auch mein Koffer in Sicht und mit beherztem Griff hebe ich die 29,8kg vom Band. Ab zum Zoll und dann hinaus in die schwüle Hitze Indonesiens. Astri hatte gesagt, ich soll in der Ankunftshalle nach links rausgehen, sie würde da auf mich warten. Tja, da waren aber nur eine größere Anzahl von Taxifahrern, die auf Kunden warten. Also Mobiltelefon raus und nachgefragt, sie steckt im Stau... Willkommen in Jakarta :-)
Nach einer knappen Stunde traf dann auch Madame ein. Jetzt hieß es erstmal zum Terminal 3 zu kommen. Dafür gibt's einen kostenlosen Shuttle-Service mit einem Kleinbus, der so wie die Straßen Jakartas, permanent überfüllt ist. Aber der Vorteil ist, man kann so gut wie nicht darin umfallen. Naja, so schlimm kann's ja nicht sein, das Terminal 3 ist ja nur einen Steinwurf entfernt. Wobei Entfernungen in Indonesien relativ sind sowie Fahrzeuge im Spiel sind. Zu Fuß wären wir wahrscheinlich schneller gewesen, falls wir den Marsch durch die Abgase überlebt hätten.
Endlich am Terminal 3, ein schicker Neubau, allerdings sind noch nicht allzuviele Geschäfte da. Außer einigen Restaurants gibt's eigentlich nichts. Also weiter zum Schalter von AirAsia, wo wir uns dann nochmal etwa 90 Minuten langweilen durften. Al dann irgendwann doch noch das Gate geöffnet wurde gab's eine Flughafen-Rundfahrt mit dem Bus zum Flieger. Für den Fall, daß jemand noch nicht das Vergnügen mit AirAsia hatte, die sind sowas wie Ryanair für Asien. Entspechend geräumig war der Flieger. Plötzlich kam mir mein Platz in SQ25 Singapore - Frankfurt wieder richtig geräumig vor. Nach einem langweiligen Flug von 2.5 Stunden kamen wir dann kurz vor Mitternacht in Denpasar an. Koffer eingesammelt und dann raus zum Taxi-Stand. Der Rest war dann ein Kinderspiel. Und von den folgenden 12 Stunden weiß ich nichts mehr :-)
Samstag, 19. September 2009
Einmal Amsterdam und zurück
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, nach meinen Erfahrungen mit Europas miesester Luftfahrtgesellschaft und den "freundlichen" Zöllnern am Flughafen Amsterdam-Schipol, Holland künftig weiträumig zu meiden. Und nach mehr als einem Jahr des Boykotts knicke ich ein. Ich sitze im Auto und bin auf dem Weg nach Bruinisse in Schouwen-Duiveland irgendwo am westlichen Ende von Holland. Auf einem Zettel habe ich meine Wegepunkte aufgeschrieben und so gleite ich durch die Nacht, schon brav mit den erlaubten 120km/h, schließlich möchte ich nicht noch mehr freundliche Holländer kennenlernen. Kurz nach Mitternacht bin ich dann endlich am Appartment der Schwester meines Schwagers angekommen. Ich will nur noch schlafen... Am nächsten Morgen dann der geplante Trip nach Amsterdam. Mit überraschend wenig Verspätung ging's dann auch los. Um die Mittagszeit waren wir dann auch endlich in Amsterdam angekommen. Und überraschend einfach hatten wir auch einen Parkplatz gefunden. Ist allerdings kein billiges Vergnügen in der Stadt der Grachten. Beim familären Mittagessen dann noch eine Überraschung, Essen gehen ist ebenfalls nicht gerade billig. Nach der Stärkung ging's dann weiter auf der Suche nach dem Blumenmarkt, Königspalast und anderen Sehenswürdigkeiten. Danach dann noch eine obligatorische Grachtenfahrt und dann war's auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt. Doch dann fiel mir noch ein mal eben einen Abstecher ins Hard Rock Cafe zu machen, um a) meine Merchandising-Sammlung um einen europäischen Beitrag zu erweitern und b) den Klassiker des Food of Rock zu verzehren: den 10 Oz. Burger. Nachdem wir eine gute halbe Stunde anstehen durften, wurden wir endlich in die heiligen Hallen eingelassen, haben uns an einen freien Tisch gesetzt und nach einem kurzen Blick auf die Karte auf eine freundliche Bedienung gewartet. Die kam dann auch irgendwann sichtlich genervt vorbei und meinte nach der Getränkebestellung, daß Tische nur für Gäste seien, die zu speisen gedenken, soviel zu Punkt b). Irgendwie fühlte ich mich an meinen Abschlußbesuch des HRC in Kuala Lumpur erinnert. Worauf wir aufgestanden sind, uns im Cafe nebenan niedergelassen haben und dort was zum Essen bestellt haben. Was habe ich daraus gelernt? Es gibt nicht nur in Deutschland Wanderdünen in der Servicewüste. Aber etwas gab es dann doch, was mir an Holland gefallen hat: egal, an welcher Tanke ich angehalten hatte, es gab wohlschmeckenden Kaffee zu vernünftigen Preisen.
Samstag, 14. März 2009
1 Jahr später
Fast ein Jahr nach den Olypischen Sommerspielen 2008 in Beijing habe ich es dann auch mal in den Olympia-Park geschafft. War bei meinem letzten Besuch das Stadion noch eine gigantische Baustelle, konnte ich diesmal die Schönheit bei Nacht genießen. Bisher kannte ich Bird's Nest oder Water Cube ja nur von Bildern und da fällt es einem schwer abzuschätzen, wie groß ein Gebäude oder das Areal herum ist. Und selbst im Vorbeigehen käme man kaum auf die Idee, daß im Olympia-Turm die Studios und Büros für die weltweite Berichterstattung untergebracht waren. Steht man jedoch davor, kommt man sich auf einmal doch irgendwie sehr klein vor (was ja bei einer Größe von über 1,90m schon was heißen will)...Was mich auch sehr verblüfft hatte, war die Tatsache, daß an jenem Abend kaum ausländische Touristen hier zu sehen waren. Und trotz der relativ späten Stunde, waren doch noch ziemlich viele Leute dort unterwegs. Und das waren dann auch meine vorerst letzten Bilder aus Beijing, denn tags darauf ging schon mein Flieger zurück nach Deutschland :-(
Das olympische Schwimmstadion oder auch Water Cube genannt
Das Olympia-Stadion in Beijing oder auch als Bird's Nest bekannt
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